Die wundersame Vermehrung.

Mich interessiert natürlich, wie viele Bewerber die Aufnahmeprüfung geschafft haben. Warum?
Im Buch "teaching art" plaudert Prof. Rehberger darüber, dass es noch andere Wege als die Aufnahmeprüfung zum Studium an der Städelschule gibt.
Das ist interessant, denn die Zahl der Neuaufnahmen über die Aufnahmeprüfung entspricht nicht der durchschnittlichen Klassenstärke.
Da stellt sich natürlich die Frage: wo kommt der Rest her?
Schade, dass sich Hessen weigert, das Informationsfreiheitsgesetz einzuführen. Dann wäre dieses Geheimnis frei zugänglich.


Erinnern wir uns an die Zahl der bestandenen Aufnahmeprüfungen?




Fünf Jahre nach meiner Bewerbung war es an der Zeit, die Zahlen zu überprüfen.

WS 06/07: die Frage nach diesen Zulassungszahlen wurde schon nicht mehr beantwortet - Absolventen 2011 : 31
WS 07/08 mit 12 Immatrikulationen - Absolventen 2012: 20 - Differenz 6 = 50%

Deshalb kam 2012 meine erste Anfrage:




Die Antwort:



Datenschutz ist etwas Schönes, aber beantwortet der Brief  meine Frage?
Wenn die Teilnahme an der Ausstellung nicht zwingend ist, dann können es ja nur weniger werden  und nicht mehr.
War denn ein Student dabei, der kein Absolvent ist, ja oder nein? Darf der dann im nächsten Jahr nochmals mitmachen, oder fehlt er dann dem Jahrgang 2012?
Warum heisst die Ausstellung dann Absolventenausstellung?
Im Einzelfall kann das Studium verlängert werden. Gab es einen, zwei oder vielleicht acht solcher Einzelfälle?
Die Gemeinplätze,  wie es sein könnte, erklären nicht die  konkreten Tatsachen, wie es ist.


Da diese Antwort nur besagt, was sein könnte und nicht was ist, hakte ich bei der Ministerin nach.




Bisher ohne Antwort.


Eine andere Rechnung:

In einem Bericht über den Rundgang 2013 wurde von 190 Studenten ( davon 40-50 in der Architekturklasse ) geschrieben.

Gehen wir also von 145 Kunststudenten aus, taucht die Frage auf: wo kommen die her?
Oben kann man unschwer erkennen, dass in den Jahren 2008-2010 genau 53 Studenten immatrikuliert wurden.
Sind wirklich in den Jahren 2011 und 2012 die Aufnahmezahlen so explodiert ?
Wenn ich mal kess behaupte, dass sich die Zahlen 2011 und 2012 nicht signifikant geändert haben, dürften ca 90-100 Studenten über die reguläre Aufnahmeprüfung an die Städelschule gekommen sein.
Die Städelschule bleibt also ein Drittel unter der Kapazitätsgrenze, um sich die " Freunde aussuchen " zu können.

Jetzt kommt das Jahr 2013 und eine neue  Absolventenausstellung im MMK Frankfurt.

Wir erinnern uns: 2008 wurden von 202 Bewerbern 10 genommen. Teilnehmer der Absolventenausstellung: 33
Das bedeutet eine Zunahme von 23, also 230%

Das Motto der Ausstellung " say my name, say my name " würde auf der Website der Hochschule damit erklärt, dass jetzt die Anonymität der Hochschule vorbei sei
und in Zukunft jeder unter seinen Namen , der möglichst oft erwähnt werden solle, berühmt werden möge.

Mein Schreiben an die Hochschule ( der Rektor hatte inzwischen wieder gewechselt ) war darauf abgestellt.






Im Gegensatz zum Jahr 2012, als von der Städelschule eine ausweichende und vom Ministerium keine Antwort bekam,
wartete ich auch auf die Städelantwort vergebens. Bis zum 5.2.2014 ( lange genug gewartet? ):






Vorher hatte ich die ELF Piraten Franktion in Frankfurt
( ja die, mit der Transparenzpolitik )
und die MdL meines Wahlkreises um Hilfe für eine Antwort gebeten.