Bewerbung an der Universität der Künst, Berlin



Inzwischen war ich ja fast ein alter Hase, was Ablehnungen anbetrifft. Deshalb war mein Lebenslauf, der auch dort verlangt wurde, der Situation angepasst.


 


Das hat wohl sensible Seelen verletzt, denn die Aufnahmekommission vergass vor Schreck wohl meine Mappe zu begutachten.
Sie hätten wenigstens so tun können und die Folie von der Asymptote2 entfernen. Vielleicht ist sie auch nicht gewohnt, dass eingereichte Arbeiten professionell hergestellt  und in einer Galerie vertrieben werden ( bis zum Tode des Galeristen in der ARTBox in Frankfurt )




Da ist es ja ganz normal, dass ein Mangel an der Gestaltung und Thematik entdeckt wird.





Um Widersprüche im Keim zu ersticken, ist in Berlin als Rechtsmittel nur die Klage zulässig. Um die Kosten dafür in die Höhe zu treiben, werden grundsätzlich externe Rechtsanwälte damit beschäftigt.  Ich liess mich nicht abschrecken und reichte Klage ein. Mein Rechtsanwalt verlangte Akteneinsicht.
Das war dann wohl etwas zu heftig. Was, wenn gar keine Akte existiert, gar kein Protokoll geschrieben wurde?
Die UdK erkannte die Situatuion blitzschnell.





Wiederholungsprüfung? Da müsste ja eine andere Prüfung vorangegangen sein.
Da stellte ich doch einen Mangel an Ausdrucksgenauigkeit fest, gab aber meine Mappe nochmals ab.
Vor allem aber hoffte ich auf die Akteneinsicht, um etwas über den Verfahrensfehler zu erfahren.
Bei der Mappenabgabe erkundigte ich mich, ob auch die anderen abgelehnten Bewerber ihre Mappe wieder abgeben durften, da ja ein Verfahrensfehler alle betreffe.
Nein, der Verfahrensfehler sei nur bei mir aufgetreten. Bei den anderen sei alles ok. Worin der Verfahrensfehler bestand, konnte mir niemand sagen.






Da folgte eine sofortige Reaktion meines Anwalts, ohne mein Wissen und ohne mein Einverständnis.



Auf meine Vorhaltungen hin erwiderte er, dass ich in meinem früheren Beruf (Pilot) ja auch nicht zuerst die Passagiere gefragt habe, bevor ich das Fahrwerk ausfahre.
Bei einer eventuellen Ablehnung nach der zweiten Mappenabgabe könne man ja neu klagen.

Natürlich kam diese Ablehnung.
Ich würde gerne mal jemanden treffen, der wirklich daran glaubt, dass eine zweite Begutachtung objektiv ist.




Der Udk ist wirklich noch ein zweiter Satz eingefallen. Nachdem mein Anwalt aber schon so eilig die Erledigung erklärt hat,
mussten sie sich ja nicht mehr anstrengen. Die Forderung nach den Akten und einem Protokoll war auch hinfällig.
Die Hoffnung meines Anwalts auf eine weitere Verfahrensgebühr wollte ich nicht mehr erfüllen.

Hier gab ich auf.