Bewerbung an der Kunsthochschule Weissensee.


Wow, dachte ich, die machen sich Mühe. Bewerbung ein Jahr vor dem Semesterbeginn, die nehmen sich richtig Zeit.
Als ich dann die Aufforderung bekam, die Mappe am 11.2.2008 zwischen 9 und 13 Uhr abzugeben, war ich immer noch begeistert, denn ich war der Meinung, dass es sehr zuvorkommend ist, die Bewerber mit einem weit entfernten Wohnsitz am letzten Tag zur Mappenabgabe einzuladen, damit sie nicht zweimal anreisen müssen. Ich war überzeugt, dass alle Bewerber grüppchenweise zur Mappenabgabe eingeladen wurden, um alles zu entzerren. Welchen Sinn hätte es sonst, sich schon im November bewerben zu müssen, wenn die lange Zeit nicht genutzt würde?




Da war ich aber auf dem Holzweg. Was mich schon ein bisschen irritierte, war die Ankündigung, des Ergebnis der Mappenauswahl am Abend des 11.2.2008 per Aushang an der Eingangstüre bekannt zu geben. In einem Land, in dem jeder Beschluss eines Kaninchenzüchtervereins per Protokoll beim Amtsgericht hinterlegt werden muss, soll ein Bescheid über die Aufnahme an eine Hochschule wie 491 Jahre zuvor von Luther an eine Türe genagelt werden? Nein, inzwischen war ja der Tesafilm erfunden und die Blätter waren angeklebt !




Das erinnerte mich doch stark an das Aufnahmeritual eines japanisches Zen-Klosters mit seinen Unterwerfungsritualen, so dass ich diesen Humbug nicht mitmachte und mich am Morgen des 12.2.2008 bei Frau Prof. Majewski zur Prüfung meldete. Sie lehnte mich ab.
Während die ersten, die auf der Liste standen, sich auf einige Räume zur Prüfung verteilten, suchten die anderen nach ihren Mappen. Wer die Mappe gefunden hatte, ging zu einem Tisch. An diesem Tisch sass ein junger Mann, offensichtlich ein Student, der zu dieser Arbeit eingeteilt war.
Er hatte  einen Stapel Papiere vor sich liegen. Dies waren vorproduzierte Ablehnungsschreiben. Der junge Mann fragte jeden Mappenabholer nach seinem Namen, trug diesen in das Papier ein, unterschrieb bei " beglaubigt"  und händigte das Papier seinem Gegenüber aus. Hier versagte leider mein Reflex, denn ich nannte meinen Namen und nicht etwa einen anderen , wie z.B. Peter  Heisterkamp. Ich bin sicher , dass er auch diesen Namen eingetragen hätte.



Eine Begründung für die Ablehnung wurde nicht gegeben. Da dieser Verwaltungsakt natürlich ( wie auch das ganze Auswahlverfahren ) nicht dokumentiert wurde, gab es für die Gerichtsakten einfach eine nachproduzierte Version. Was Elaine Sturtevant kann, kann das Verwaltungspersonal der KHW schon lange. Appropriation Art in Vollendung !!



Wenigstens wurde ich hier mit Herr angeredet. Die Unterschrift von Frau Poeschel hat sich auf wundersame Weise geändert, wie auch der Studiengang.
Das nun folgende Gerichtsverfahren , inzwischen in der 2.Instanz, habe ich ausgelagert, um hier Platz zu geben einem äusserst merkwürdigen Verfahren, dessen Sinn ich bis heute noch nicht gelöst habe.
Ende Juni 2009 ( also 16 Monate  nach dem obigen Schreiben ) bekam ich diesen Brief.



Das ist ja wunderbar, aber was soll es bedeuten?  Deshalb diese Antwort von mir:

     

Man muss nicht besonders schlau sein, um dieses zu erwarten ( siehe vorletzten Absatz oben ).....

        

...ob man aber darauf hereinfällt, mehr im Kapitel Gerichtsverfahren.

Da keine Antwort auf meine Frage kam, nochmalige Nachfrage:




Keine Antwort. Noch ein Versuch.





Die Antwort





Da der Rektor der KHW offenbar Schwierigkeiten hat, den Inhalt seines Briefes zu erklären, bot ich ihm Hilfe an.





Wieder tritt Funkstille ein. Aussitzen ist ja ein bewährtes Mittel in der Politik, aber hilft es auch in der Verwaltung? Deshalb noch ein Brief.





Die alte Leier beginnt von vorne.





Der Rektor hängte wirklich nochmals das Schreiben vom 6.10.09 an, als ob ich nicht lesen könnte.
Kommunikation auf diesem Niveau ist für mich wirklich sehr ermüdend. Also fing ich mit der Interpretation des inhaltsleeren Briefes vom 22.6.09 an.





Hier bekommt der Brief vom 22.6.08 plötzlich einen Grund...





...nach dem ich aber nicht gefragt hatte.





Ab jetzt herrscht Funkstille, eine Dienstaufsichtsbeschwerde habe ich eingereicht, obwohl ich die Adresse der Aufsichtsbehörde natürlich nicht bekommen habe.